Reichtum, Vielfalt und Originalität der Walliser Flora sind Erscheinungen, welche den Rahmen ihrer wissenschaftlichen Bedeutung bei weitem sprengen. In der Tat, wer sich ins Wallis begibt wird gewahr, dass ihm etwas Andersartiges, Einmaliges, ja eine neue Dimension entgegentritt. Dies widerspiegelt sich in Werken der bildenden Kunst, der Literatur wie auch der Malerei. Eine derartige Eigenständigkeit löste, bei Wanderern und Touristen aus aller Welt, seit eh und je Begeisterung und lebhafte Mitteilungsfreude aus.
Gewiss, der Reichtum dieser Pflanzenwelt wurde wissenschaftlich erschlossen, beschrieben und untersucht.
Auf schweizerischer Ebene erwähnen wir die „Flora der Schweiz“, auf kantonaler den „Katalog der Walliser Flora“, auf lokaler die „Follatères“ von Gams. Doch fehlte bis heute eine genaue, sowohl vollständige wie auch leicht fassliche Beschreibung, es fehlte dieser „Alpaufzug“ des Botanikers durch sämtliche Höhenstufen hindurch, diese weit ausholende Rundsicht über Gipfel und Täler, dieses Durchforschen sämtlicher Vegetationsräume, von den Mikrokosmen des Hochgebirges bis hin zu den stillen Sümpfen und Mooren. Dank der Zusammenarbeit von fünf ausgewiesen Botanikern ist diese Lücke aufs glücklichste geschlossen worden.